SÜDINDIEN – DIALOG DER KULUREN

 

REISEVERLAUF

 

ROTARISCHE RUNDREISE NACH SÜDINDIEN MIT RAJVINDER SINGH

15.09.2019 bis 28.09.2019

 

Route: Chennai – Kanchipuram – Mahabalipuram – Pondicherry – Thanjavur – Trichy – Chettinad – Madurai – Periyar – Munnar – Alleppey - Cochin

 

Reisebeginn ab Deutschland
Ankunft in Chennai

Bei Ihrer Ankunft in Chennai werden Sie von den Vertretern unseres örtlichen Vertragspartners empfangen und zu Ihrem Hotel gebracht. Sollte Ihr Hotelzimmer am frühen Morgen nicht sofort bezugsfertig sein, so laden wir Sie zu einem Frühstück im Hotel oder zu einem Besuch des Stadtparks bzw. zu einer kurzen Stadtrundfahrt ein.

Chennai (ehem. Madras) ist eine pulsierende Großstadt Südindiens und hat 6,7 Millionen Einwohner im Stadtgebiet bzw. 8,7 Mio. mit den Außenbezirken. Sie ist die viertgrößte Metropole Indiens und Hauptstadt des Bundesstaates Tamil Nadu. Entstanden ist sie 1639 durch Francis Tag, der hier einen florierenden Handelsposten errichtet hatte.

St. Thomas Basilica in Mylapore, einem Stadtteil von Chennai

Nachmittags machen Sie eine Rundfahrt durch die Stadt. Sie sehen von außen das Fort St. George, das 1653 von der britischen East India Company gebaut, allerdings durch die späteren Umbauten stark verändert wurde. Danach besuchen Sie die römisch-katholische St. Thomas Basilica, die am Südende der South Beach Road dicht am Ufer steht. Anschließend sehen Sie das Government Museum, die St. Thomas Kathedrale und den Kapaleeshvarar-Tempel, ein Shiva-Heiligtum aus dem 16. Jahrhundert. Am Abend kann man am sehr breiten Marina Beach von Chennai einen Spaziergang machen.


1. Tag - Chennai – Kanchipuram - Mahabalipuram (ca. 40 km + 40 km)

Nach dem Frühstück im Hotel fahren Sie nach Mahabalipuram, jedoch nicht auf direktem Wege, sondern zunächst über Kanchipuram im Landesinnern. Kanchipuram ist eine der sieben heiligen Städte Indiens. Nacheinander war sie die Hauptstadt der Pallavas, der Cholas und der Rajas von Vijayanagar. Kanchi erwarb sich aber auch einen guten Ruf durch seine handgewebten Seidenstoffe. Nach der Besichtigung der einzigartigen Tempelanlagen geht es weiter nach Mahabalipuram.  

2. Tag -  In Mahabalipuram

Am Vormittag besuchen Sie Mahabalipuram. Die Stadt liegt direkt am Meer und ist bekannt wegen ihrer Felsentempel und nicht zuletzt wegen des größten Steinreliefs der Welt "Herabkunft des Ganges" im Tempelbezirk der fünf Rathas, der monolithischen Strandtempel aus dem 7. Jahrhundert. Ratha heißt ein hinduistischer Tempel, der einen Prozessionswagen nachbildet. Den Wohlstand verdankten die Pallava-Königreiche der umfassenden Förderung der Landwirtschaft. Sie besichtigen die einzigartigen und von der See "zerzausten" Strandtempel und erleben dort Arjunas Buße und Ratha.

Elefanten-Skulpturen in Mahabalipuram


3. Tag -  Mahabalipuram - Pondicherry (ca. 132 km)

Heute fahren Sie nach Pondicherry und checken zunächst im Hotel ein.
Pondicherry ist eine Stadt im gleichnamigen Unionsterritorium mit dem indischen Namen Puducherry. Diese knapp 150 km südlich von Chennai gelegene ehemals französische Kolonie grenzt an den indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Puducherry bietet mehr Sehenswürdigkeiten als man denkt. Durch die abwechslungsreiche Historie der Stadt als französische Enklave finden sich im Zentrum nahe der Küste viele Überbleibsel französischer Architektur, z. B. breite Boulevards, das sehenswerte französische Konsulat, die Strandpromenade und vieles mehr.
Nachmittags besuchen Sie das Pondicherry Museum und den Sri Aurobindo Ashram, ein weltbekanntes Yoga-Zentrum. Der Sri Aurobindo Ashram wurde im Jahre 1926 gegründet. Der dynamische Charakter dieser Gemeinschaft reflektiert das lebensbejahende Ziel von Sri Aurobindos Yoga. Ein essentieller Aspekt des sogenannten Integralen Yoga ist die "Arbeit als eine Gabe an das Göttliche". Hier erleben Sie eine Fahrt mit der Rikscha durch den Ort.


4. Tag -  Pondicherry - Thanjavur (177 km)

Nach dem Frühstück brechen Sie nach Thanjavur auf. Unterwegs besuchen Sie Chidambaram, ein weiteres Juwel drawidischer Architektur von Tamil Nadu. Hier sehen Sie z.B. den Tempelkomplex von Chidambaram mit dem großen Nataraja-Tempel sowie den tanzenden Shiva. Dieser Tempelkomplex soll der älteste in ganz Südindien sein. Nach der Ankunft in Thanjavur checken Sie im Hotel ein. Später machen Sie eine Stadtrundfahrt durch Thanjavur.

Sie sehen die schönsten Exemplare der Baukunst der Cholas. Die Cholas waren großartige Tempelbauer und Thanjavur beherbergt nicht weniger als 74 Tempel, verteilt über die Stadt. Der bekannteste ist der Brihadeeswarar Tempel, erbaut vom großen Chola König Raja Raja im 10. Jahrhundert - ein außergewöhnliches Beispiel der Chola-Architektur. 
Der Palast in der Nähe des Tempels zeigt riesige Korridore und weitläufige Hallen. Die angrenzende Kunstgalerie beherbergt einige Granit- und Bronzestatuen der Chola-Zeit. Übernachtung im Hotel

Brihadeeswarar Tempel in Thanjavur


5. Tag -  Von Thanjavur über Trichy nach Chettinad (130 km /2,5 Stunden)

Nach dem Frühstück im Hotel fahren wir zunächst nach Trichy, eine weitere antike Stadt aus der Chola-Dynastie. Über der Stadt thront ein Felsen-Fort; 434 in den Felsen gehauene Stufen und eine Vielzahl von Schreinen führen hinauf zur Festung. Auf der ersten Plattform sind die Überreste einer riesigen Halle zu sehen. Auf der nächsten Plattform befindet sich eine Halle mit 100 Säulen. Eine weitere Plattform beherbergt einen Tempel für Lord Shiva und auf der obersten Plattform steht ein antiker Tempel für Ganapati. Der dramatische Abstieg bietet großartige Ausblicke auf den Kaveri Fluss. Anschließend besuchen wir den riesigen, auf einer Flussinsel gelegenen Tempelkomplex von Srirangam, bevor wir weiter nach Chettinad fahren.

Teilansicht des Srirangam-Tempel-Komplexes


Chettinad ist eine im südlichen Zentrum von Tamil Nadu gelegene Handelsstadt, die als Heimat der Händlerkaste Chettiar für ihre reiches Architekturerbe sowie für ihre kulinarischen und kulturellen Besonderheiten bekannt ist. Die reichen Chettiar Kaufleute bauten im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts tausende von Palästen und Villen, nachdem sie mit dem Handel in Südostasien viel Geld verdient hatten und es sich leisten konnten, in ihren Häusern architektonische Einflüsse aus dem Orient und dem Okzident zu verschmelzen. Dafür verwendeten sie die erlesensten Baumaterialien aus der ganzen Welt.
Aber die meisten dieser Paläste, die eine erhabene Atmosphäre ausstrahlen, verfallen langsam, denn viele Erben dieser Kaufleute haben entweder nicht das nötige Geld um sie in Stand zu halten oder einfach kein Interesse mehr daran. Ein gutes Fünftel ist bereits abgerissen und die Materialien, z.B. mit Schnitzereien verzierte Stühle, Tische, Liegen, Türen und Balken aus Teak oder die Säulen aus Marmor landeten bei den Antiquitätenhändlern. Ein paar Liebhaber fanden sich aber doch zusammen, sich um diese wertvollen Antiquitäten zu kümmern. Angehörige der althergebrachten Familien bemühen sich nun zum Glück nach Kräften, das Kulturerbe ihrer Väter und Großväter zu erhalten.

Chettiar Stuhl

In Chettinad werden wir Gelegenheit haben, uns von Ochsenkarren aus einige der erhaltenen Villen aus alter Zeit anzuschauen und auch das Dorfleben der nahegelegenen Dörfer mit ihren handwerklichen Werkstätten kennen zu lernen.
Während einer Kochdemonstration machen wir Bekanntschaft mit der lokalen Cuisine, wobei wir die köstlichen Gerichte von sorgfältig gesäuberten Bananenblättern verzehren.
Nach Ankunft Übernachtung im Hotel.

6. Tag -  Trichy - Madurai (142 km)

Heute fahren Sie nach Madurai. Nach der Ankunft geht es zunächst zum Hotel.
Der Ort ist eine der ältesten Städte Indiens, deren Geschichte bis zum 6. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht. Bis zum 14. Jahrhundert war Madurai die Hauptstadt der Pandaya Herrscher von Südindien, die große Kunstliebhaber waren und die Stadt zur Heimat der tamilischen Literatur machten. 
Später entdecken Sie Madurai mit dem Besuch des Tirumalai Nayak Palastes, einem Bau im indo-sarazenischen Stil, bekannt für seine Stuckarbeiten und die Kuppeln und Umgänge. Besuchen Sie auch den berühmten Shree Meenakshi Tempel, welcher das Zentrum der Altstadt bildet.

Zeremonie im Shree Meenakshi Tempel


7. Tag -  Madurai - Periyar (145 km)

Im Anschluss an Ihr Frühstück fahren Sie heute nach Periyar.
Der Periyar Nationalpark liegt in Kerala an der Grenze zu Tamil Nadu. Der Park wurde 1950 gegründet und nach dem gleichnamigen Fluss benannt. Inmitten des 305 km2 großen Gebietes befindet sich der malerische Periyar See. Nachmittags unternehmen Sie eine Bootsfahrt auf dem künstlichen Stausee, um welchen herum der Park angelegt wurde. Dort können Sie Elefanten, Bisons, Antilopen, Sambhar, wilde Eber, Affen und andere Spezies beobachten.

Elefantenherde im Periyar Nationalpark

 

8. Tag -  Periyar - Munnar (160 km)

Nach dem Frühstück fahren Sie nach Munnar, das 1524 m über dem Meer im Bezirk Idukki in Kerala liegt und eines der höchstgelegenen Teeanbaugebiete der Welt ist. Der Ort Munnar liegt im Hochland der Nilgiri-Berge und ist ein wichtiges Zentrum der indischen Teeindustrie.
Nachmittags besuchen Sie die malerischen Teeplantagen und lassen die Seele baumeln.

9. Tag -  Munnar - Alleppey (172 km)

Heute setzen Sie Ihre Reise bis Alleppey fort, um dort Ihre Hausbootfahrt auf den Backwater Kanälen zu beginnen. Sie fahren mit einem umgebauten Reisboot auf den Kanälen. Mit an Bord sind ein Koch, der Matrose und der Bootsführer. Die Backwaters sind eine einzigartige Attraktion von Kerala. Sie bilden eine Kette von Kanälen mit einer Länge von mehr als 900 km, einem Netzwerk von 38 Flüssen, Lagunen und Seen, die zumeist natürlich entstanden sind. Einige weitere Kanäle sind extra für den Bootsverkehr dazu gekommen. Die Backwaters sind ein bedeutender Bestandteil von Keralas lokalem Leben.
"Kettuvallam" nennt man das Hausboot in der Malyalam Sprache. Kettuvallams sind sehr groß. Früher wurden sie als Transportmittel benutzt. Die Boote, die Sie heute erleben, haben Schlafzimmer, moderne Toiletten, ein komfortables Wohnzimmer, eine Küche und sogar einen Balkon.

Hausboot in den Backwaters, Kerala

Mit der Ankunft in Alleppey haben Sie nun das Arabische Meer erreicht - am vorläufigen Endpunkt einer Reise, die Sie am Bengalischen Meer begonnen hatten. Alleppey (Alappuzha) wurde an den sandigen Ufern des Vembanad Sees errichtet. Die kommerzielle Mitte der Stadt erhebt sich in einem Netz aus Kanälen. Alleppey ist einer der bekanntesten Häfen entlang der Küste von Malabar. Der Strand hier ist jedoch nicht so groß wie andernorts. Alleppey zieht Touristen nicht nur durch seine natürliche Schönheit, sondern auch durch seine hochwertigen Produkte aus Kokosfasern an.
Mittag- und Abendessen sowie Ihre Übernachtung finden an Bord statt.


10. Tag -  Alleppey - Cochin (60 km)

Heute verlassen Sie das Hausboot und fahren mit dem Bus nach Cochin. 
Cochin gehört zu den schönsten Städten Indiens. Hier stellt sich die ganze Vielfalt Keralas dar. Indiens älteste Kirche steht in Cochin. Die engen, winkeligen Straßen üben eine Faszination auf jeden Besucher aus. Die Häuser der Portugiesen, oft mehr als 500 Jahre alt, runden das Bild ab. Dort findet man eine Synagoge aus dem 16. Jahrhundert und einen portugiesischen Palast, der irgendwann dem Raja von Cochin übereignet und später dann von den Holländern renoviert wurde und vielleicht die schönsten Wandmalereien Indiens enthält. 
Nach einer kurzen Pause besichtigen Sie den Mattancherry Dutch Palace. Er wurde von den Portugiesen erbaut und dem Raja von Kochi, Veera Kerala Varma (1537-65), im Jahre 1555 geschenkt - vermutlich, um sich Handelsprivilegien zu sichern. Weiterhin besuchen Sie die Kirche St. Francis. [Kein Zutritt für Touristen am Sonntag von 08.00-11.00 Uhr.] Dies ist die älteste Kirche auf indischem Boden, die von Europäern gebaut wurde. In Cochin starb 1524 auch Vasco da Gama. Er war der erste Europäer, der um das afrikanische Kap der Guten Hoffnung gesegelt war und Indien erreichte. Franziskaner begannen 1503 mit dem Bau der Kirche. Schließlich sehen Sie die lokal berühmten "chinesischen Fischernetze". Diese wurden einst durch Händler vom Hofe des Kublai Khan eingeführt.


Am Abend genießen Sie den faszinierenden Kathakalitanz. Kathakali ist eine spektakuläre Mischung aus Drama, Tanz, Musik und Ritual. Charaktere mit lebendig bemalten Gesichtern und aufwändigen Kostümen erzählen Geschichten aus den Hindu-Epen Mahabharata und Ramayana.

Chinesische Fischernetze in Cochin

 

11 Tag - Heimreise nach Deutschland

Nach dem Frühstück erfolgt der Transfer zum Flughafen und Ihr Rückflug nach Deutschland. Die Eindrücke dieser Reise werden Sie niemals vergessen können!

 

 

Hinweis:

Die Reiseprojekte unterliegen kleineren Änderungen. Bitte richten Sie sich nach dem aktuellen Prospekt (hier geht es zum Prospekt). Nach Reiseanmeldung (hier geht es zum Anmeldeformular) werden Sie fortlaufend und umfassend informiert.

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